Eine Begegnung

mit Carolin und Alexander Toskar


Die Geistige Aufrichtung erfreut sich nicht nur bei uns immer größerer Beliebtheit – in aller Welt hat die Methode, die eigentlich gar keine Methode sondern vielmehr eine Art Energieübertragung oder Neuprogrammierung ist, bereits mehreren zehntausend Menschen geholfen. Ursprünglich von dem russischen Geistheiler Pjotr Elkunoviz initiiert, findet die Geistige Aufrichtung zunehmend Verbreitung durch seinen Sohn Alexander Toskar und dessen Frau Carolin. Wir trafen die beiden in unserer Redaktion, um mehr zu erfahren.

 

„Viele chronische Krankheiten bräuchten nicht zu sein, wenn neben Medikamenten das ‚Medica mente – Heilung durch den Geist’ im Vordergrund stünde,“ schreibt der Autor und Geistheiler Alexander Toskar. „Denn: Was Heilmittel mittelbar heilen, kann der Geist unmittelbar heilen. Die Geistige Aufrichtung mit Wirbelsäulenbegradigung, die wir vermitteln, erfasst den ganzen Menschen. Sie richtet seinen Geist auf, reinigt seine Seele, befreit und begradigt die Wirbelsäule. Diese Neuprogrammierung des Lebens geschieht simultan auf vielen Ebenen, woraus sich eine Heilwerdung des gesamten Herz-Verstand-Geist-Körpers entfalten kann.“ 

 

Diese Zeilen und die vielen Berichte von Menschen, denen die Geistige Aufrichtung auf vielfältige Weise geholfen hat, haben meine Neugier geweckt und ich bin froh, dass Alexander und Carolin Toskar die Einladung in unsere Redaktion annehmen. Bei ihrer Ankunft bin ich angenehm überrascht: Beide wirken überaus bodenständig, geradlinig und gleichzeitig bescheiden – angenehme, unkomplizierte Menschen, mit denen sich schnell ein angeregtes Gespräch um und über die Geistige Aufrichtung entwickelt. 

Alexander erklärt mir, dass sich bei ihrer Arbeit alles um die Wirbelsäule dreht – und zwar nicht nur um die physische, sondern vor allem um die geistige oder spirituelle Wirbelsäule des Menschen. „Aus spiritueller Sicht ist die Wirbelsäule der größte vertikale Kraftstrom im menschlichen Körpersystem“, sagt er. „Sie ist eng mit unserem physischen und psychischen Körper verbunden und stellt die innere Verbindung zu unserer höheren Natur dar.“ 

 

Wir sprechen über die Kundalini, die laut indischer Philosophie ja ebenfalls an der Basis der Wirbelsäule sitzt und deren Aufstieg über das Rückgrat allgemein mit dem Prozess der Erleuchtung in Verbindung gebracht wird, sowie über andere alte und neue Quellen, welche die Bedeutung der Wirbelsäule betonen. „Sicher spielt die Philosophie der uralten Einweihungslehren auch bei der Geistigen Aufrichtung eine wichtige Rolle“, erklärt Alexander. „Aber Spiritualität ist für viele Klienten, die zu uns kommen, völlig neu.“ Und Carolin ergänzt: „Viele kommen am Anfang wegen orthopädischer Beschwerden und allerlei anderen, auch seelischen Problemen zu uns.“ Genauso wie Yoga- Praktiker, alternative Ärzte und andere Mitglieder der Heilberufe, die sich von der Geistigen Aufrichtung angezogen fühlen. 

 

Genauso vielfältig wie die Menschen, die zu Alexander und Carolin Toskar kommen, sind ihre Probleme: von chronischen Rückenbeschwerden wie zum Beispiel Morbus Scheuermann oder Bandscheibenvorfälle bis hin zu Problemen, die zunächst nichts mit der Wirbelsäule zu tun zu haben scheinen, wie Allergien, Ängste, Depressionen, Krebs, Bluthochdruck oder Diabetes. Alexander berichtet mir von einer Frau, die unter starkem Asthma litt und die mit nur einer Behandlung innerhalb von acht Wochen komplett genesen war – etwas, das auch ihren Arzt verblüffte. „Selbst die Blutwerte ändern sich“, versichern mir Carolin und Alexander und erklären, dass diese Heileffekte eine Folge der Freisetzung von Energie und der Beseitigung von Blockaden durch die Geistige Aufrichtung seien. Und Nachbehandlungen seien eher die Ausnahme – etwas, dass sich dadurch erklärt, dass die Geistige Aufrichtung ein einmaliger Prozess ist, der das Leben offenbar grundlegend verändert, auch in psychischer und mentaler Hinsicht. 

 

Während wir über die Aufrichtung sprechen, dämmert mir die Erkenntnis, dass wir ja auch im allgemeinen Sprachgebrauch eine vielfältige Bedeutung von „aufrichten“ kennen, die nicht nur physische, sondern vor allem auch psychische Aspekte hat. Ich erzähle Carolin und Alexander Toskar von meinem Gedanken und es entspinnt sich eine Diskussion um mehrdeutige Ausdrücke wie „gerade stehen“ oder Begriffe, die im übertragenen Sinne benutzt werden, wie „aufrichtig sein“, „krumme Dinge denken“ oder „buckeln“. Offenbar wissen wir auf einer unterbewussten Ebene intuitiv um die Bedeutung der Aufrichtung und der Aufrichtigkeit, ohne uns im Alltag Rechenschaft darüber abzulegen. 

 

Die Toskars bestätigen aus ihrer Praxis, dass zum Beispiel ein Schiefstand des Beckens mit energetischen Blockaden einhergeht, die sich oft auch als mentale Blockaden äußern können. Oder dass sich Verdrehungen der Wirbelkörper gegeneinander in Orientierungslosigkeit im Leben äußern können. Die Geistige Aufrichtung löse diese Blockaden genauso wie die physischen Fehlstellungen und verwandle sie in Geradlinigkeit – im wörtlichen und übertragenen Sinne. Alexander Toskar zitiert in dem Zusammenhang auch den biblischen Ausspruch „Was krumm ist, soll gerade werden“ und spricht von der Geistigen Aufrichtung als Begradigung der Lebensachse. „Der Weg wird begradigt, um ihn für den Schöpfer und die Lebenskraft vorzubereiten“, betont er. 

Genauso erging es vor 20 Jahren Alexanders Vater Pjotr Elkunoviz, der damals schwer krank war und selbst unter den Folgen einer Abnutzung der Wirbelsäule infolge eines Beckenschiefstandes litt. Dies ging so weit, dass er sich kaum noch bewegen konnte – wenn überhaupt, nur unter sehr starken Schmerzen, erinnert sich Alexander Toskar. Auf der Suche nach Heilung empfing Pjotr im Alter von 40 Jahren dann eine ganz spezielle Heilkraft, die nicht nur sein eigenes System wieder ins Lot brachte, sondern die es ihm auch ermöglichte, selbst zu heilen und andere Menschen geistig aufzurichten.

 

Pjotr Elkunoviz praktizierte erst nur im Bekanntenkreis und richtete Arbeitskollegen und Freunde auf. Doch die Mund-zu-Mund-Propaganda trug die Kunde von der neuen Heilmethode schnell weiter und machte Pjotr und wenig später auch seinen Sohn Alexander, dem die ungewöhnliche Gabe vom Vater übertragen wurde, weltbekannt. Und während Pjotr Elkunoviz bis heute in Roth-Stromberg in der Nähe von Koblenz lebt und praktiziert, haben Alexander und Carolin Toskar in München und Zürich Zentren gegründet, wo sie mit Hingabe die Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Zufriedenheit begleiten. Darüber hinaus sind sie auch viel auf Reisen – zum Beispiel in Thailand, wo sie sogar live im Fernsehen auftreten und Vorträge im Gesundheitsministerium halten durften. 

 

Nicht ohne Grund, denn die Toskars hatten schon zuvor unter medizinischer Aufsicht und mit Erlaubnis eines Direktors des thailändischen Gesundheitsministeriums, der das Ressort für alternative Heilweisen leitet, die Wirksamkeit der Geistigen Aufrichtung bewiesen, unter anderem an einem jungem Polizisten, der Monate zuvor von malaiischen Terroristen angeschossen worden war und seitdem nicht mehr laufen konnte. Die ärztliche Diagnose lautete „Querschnittslähmung“. Aber vier Monate nachdem Alexander bei ihm die Geistige Aufrichtung initiiert hatte und die eigene Körperintelligenz des Polizisten die Heilarbeit übernommen hatte, konnte er seine Beine bereits wieder einige Zentimeter anheben. 

Solche und ähnliche Erfahrungen haben die Toskars demütig gemacht und sie berichten mit viel Hingabe von ihrer Arbeit. So auch von ihrem kürzlichen Besuch in Los Angeles, wo sie die Stiftung von Rick Allen, dem Schlagzeuger der Rockband Def Leppard, unterstützt haben. Zuvor hatten sie Rick, der nach einem schweren Autounfall immer wieder unter starken Rückenschmerzen litt, mit der Geistigen Aufrichtung und einer Fernbehandlung helfen können, sodass er noch am selben Abend mit seiner Band auftreten konnte. 

 

Noch bevor ich abschließend fragen kann, was sich die beiden von der Zukunft erhoffen, erklärt Alexander, dass er sich wünscht, dass wir alle künftig im Gesundheitssystem größere Wahlmöglichkeiten haben. Gerade die Toskars beweisen immer wieder, dass sich etablierte Medizin und spirituelle Heilungsansätze nicht feindlich gegenüber stehen müssen und beide zum Wohle der Menschen zusammenarbeiten sollten und müssen. 

 

In dem Geiste sind sie auch dabei, eine Stiftung in der Schweiz ins Leben zu rufen und Aufklärungsarbeit zu leisten. So erklärt Alexander zum Beispiel, dass die Ursachen für Probleme mit unserer Lebensachse oft schon in der pränatalen Zeit lägen, wie etwa in Schreckerlebnissen in der Schwangerschaft, die sich auf den Embryo auswirkten. „Kinder werden oft schon mit Beckenschiefstand geboren“, betont er und ruft dementsprechend zu mehr Achtsamkeit und Bewusstsein für diese Tatsachen auf. Natürlich ist es nicht immer leicht, solche Bewusstseinsveränderungen zu initiieren, gibt er zu und sagt im selben Atemzug: „Schwierigkeiten gehören dazu – ohne Widerstand geht es nicht. Ohne den Widerstand der Luft könnte ein Flugzeug nicht fliegen und ohne den Widerstand des Wassers könnte ein Boot nicht schwimmen.“


Von Norbert Classen, newsage Magazin 1/2010